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Biolandbau in Brasilien - Teil zwei

  • 30. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Feb.

Brasilien ist bekannt für eine hoch effiziente und maschinelle Kaffeeernte. Die Landwirtschaft ist geprägt von intensivem Düngereinsatz, Monokulturen und grossindustrieller Produktion. Die Kleinbauern in Brasilien zeigen, dass es auch anders geht. Wir haben auf unserer Kaffeereise 2025 genauer hingeschaut und ganz viel Klasse - statt Masse gefunden.


Nachfolgeplanung



Ohne die Jungen gehts nicht. Die Kaffeeproduktion hat - wie so viele Branchen - ein Nachfolgeproblem. Die Arbeit ist hart, die Anbaugebiete liegen meist weit weg vom Stadtleben und der Verdienst ist klein. Da erstaunt es nicht, wenn Kinder von Bauernfamilien lieber einen anderen Beruf wählen wie ihre Eltern.


Und doch. Wir sehen, dass es auch anders geht. Uns berührt die Geschichte der Familie Ferreira. Vater Paolo beschreibt uns mit Stolz, wie sich seine Kinder für den Kaffeeanbau engagieren. Gleichzeitig fordern ihn gestiegene Lebenshaltungskosten und eine unsichere Ertragslage. Ein Spannungsfeld, in dem sich viele Familien befinden.


Lösungsansätze gibt es durchaus. Faire Preise, welche langfristig existenzsichernde Einkommen sicherstellen sollen und direkte stabile Absatzkanäle, sehen wir als zwei wichtigste Grundlagen, um bessere Perspektiven zu schaffen.

Darüber hinaus sind passende Bildungsangebote in den Anbauregionen sehr wertvoll. Wir sehen immer wieder, dass Folgegenerationen bei der Übernahme der Farm auf mehr Qualität in der Nachernte setzen und eine Umstellung auf eine Bio Produktion in Betracht ziehen.


Biolandbau



Ana liefert eine erstaunlich einfache und ehrliche Antwort, weshalb sie biologischen Landbau befürwortet: Der Verzicht auf synthetische Pflanzenschutzmittel ist gut für die Gesundheit.


Dabei muss man wissen, dass viele Kleinbauernfamilien inmitten der Kaffeeplantagen leben. Es erstaunt daher nicht, dass sich die Produzentenfamilien schützen wollen.


Die Umstellung auf Biologischen Landbau ist keine Selbstverständlichkeit. Es braucht viel Willen und Arbeit der Bäuerinnen und Bauern. Die Kooperative Coopfam leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Sie begleitet die Bauernfamilien bei der Umstellung mit technischem Wissen und den nötigen Laboranalysen um sicherzustellen, dass die Bio Richlinien erfüllt werden.


Gesunde Böden



Die Pionierarbeit von Raphael ist eindrücklich. Während in der Umgebung Monokultur dominiert und degenerierte Böden das Landschaftsbild mitprägen, hat er sich eine grüne Oase geschaffen.


Er baut seinen Kaffee im Agroforst an und hat dafür mehrere Bäume auf seine Parzelle gepflanzt. Diese Anbauweise bringt ihm eine Vielzahl von Vorteilen. Die Laubbäume spenden dem Kaffee schatten, was unter anderem den Wasserbedarf reduziert und die Produktion resistenter gegen klimatische Einflüsse macht. Die Bäume sind ein vielseitiger Lieferant. Das Laub kann als Biomasse genutzt werden, das Holz zum Anfeuern oder Bauen und die Früchte für die Selbstversorgung oder Einkommensdiversifikation.


Das Resultat lässt sich sehen. Die Parzelle von Raphael hat einen Boden, der mehr organische Substanz erhält und damit mehr Kohlenstoff speichern kann. Gleichzeitig liefert der Boden wertvolle Nährstoffe für den Kaffee.



Den Bio Kaffee der Kooperative Coopfam verwenden wir in unserer eKô Espresso und eKô Lungo Mischung.






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